Eine häufige Herausforderung für Teams, die OKRs einführen, besteht darin, die richtige Methode zu finden, um ihre Metriken zu verfolgen.
Beispiel:
- Du hattest im Q1 insgesamt 1.800 Leads, mit 180 Leads/Woche in der letzten Woche des Quartals.
- Du möchtest die Leads im Q2 um 30 % steigern.
Wie erfasst du dein Key Result am besten?
Du kannst dich auf die Gesamtzahl am Ende von Q2 konzentrieren oder auf das wöchentliche Wachstum am Ende von Q2. Beide Ansätze sind gültig, wirken sich aber unterschiedlich auf deine Diskussionen aus.
Schauen wir uns das genauer an.
Kurz zum Tracking von quartalsweisen OKRs
In diesem Beitrag gehen wir davon aus, dass du wöchentliche Updates zu deinen OKRs machst. Das ist der beste Weg zu effektiven OKRs, und wir raten dir dringend, auf wöchentliche Check-ins umzusteigen, falls du noch monatliche Updates machst. Das klingt vielleicht nach viel, aber zum Glück können einige Tools das zum Kinderspiel machen.
Option 1: kumulatives Wachstum für das Quartal (Volumen)

Die erste Option konzentriert sich auf die Gesamtzahl der Leads am Ende des Quartals. Du startest bei 0 und planst, bis Ende Q2 1.800 + 30 % = 2.340 Leads zu erreichen.
Das ist die bevorzugte Art, Vertriebs- oder Marketingziele zu verfolgen, da du so leicht erkennst, welches Volumen du bis Ende des Quartals anstrebst. Das Fortschrittsdiagramm gibt dir außerdem einen klaren Überblick darüber, wie weit du vom gewünschten Gesamtwert entfernt bist.
Die Herausforderung bei diesem Ansatz ist, dass es nicht einfach ist, die Wochen miteinander zu vergleichen, da die Zahl Woche für Woche nur steigt (oder gleich bleibt). Das Fortschrittsdiagramm wird nie sinken, was bedeutet, dass du genau hinsehen musst, um zu erkennen, ob du schnell genug vorankommst, um dein Ziel rechtzeitig zu erreichen.
Kumulatives Wachstum ist ein großartiges Modell, um einen Überblick über ein Ziel zu behalten, kann aber Wachstumsprobleme verschleiern und es erschweren, zu Beginn des Quartals über wöchentliche Taktiken zu sprechen (auch wenn nach 7-8 Wochen ziemlich klar wird, ob du dich in die richtige Richtung bewegst).
Option 2: relatives Wachstum pro Woche (Geschwindigkeit)

Die zweite Option konzentriert sich auf die Anzahl der Leads, die jede Woche erfasst werden. Du startest bei 180 Leads/Woche und planst, bis Ende Q2 180 + 30 % = 234 Leads/Woche zu erreichen.
Mit diesem Ansatz kannst du klar erkennen, ob du dich bei der Lead-Generierung verbesserst oder verschlechterst. Das Auf- und Absteigen des Diagramms spiegelt deine Performance wider. Dieses Modell eignet sich hervorragend, um schnell mit Taktiken zu experimentieren und deren Auswirkung auf die Performance zu beobachten: Probiere etwas aus und schau in der folgenden Woche nach, ob sich dadurch etwas verbessert hat.
Aber es gibt hier ein anderes Problem. Dir fehlt die Information zum Volumen, und du weißt nicht, wie viele Leads du bis Ende Q2 genau erfasst hast.
Relatives Wachstum eignet sich hervorragend für schnelle Iterationen und zum Messen der Geschwindigkeit. Aber es ist nicht gut geeignet, um das Volumen zu verfolgen.
Option 3: beides tun
Natürlich hindert dich nichts daran, beide Modelle gleichzeitig zu verfolgen:
- Nutze kumulatives Wachstum, um das Volumen im Blick zu behalten. Das wird gegen Ende des Quartals nützlich sein.
- Nutze relatives Wachstum, um die Geschwindigkeit zu verbessern. Das wird zu Beginn des Quartals besonders hilfreich sein.
Achte nur darauf, nicht zu viele Ziele gleichzeitig zu haben!


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