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Wie du SMART-Ziele festlegst + echte Praxisbeispiele

Stell dir zwei Unternehmen vor — beide verkaufen Marmelade, haben den gleichen Marktanteil und beschäftigen 20 Mitarbeitende, eine Fabrik und einen Hund als Büromaskottchen. Welches verkauft mehr Marmelade? Das, das SMART-Ziele nutzt.

Richtig umgesetzt, ist die SMART-Methode zur Zielsetzung ein todsicherer Weg, deinen Unternehmenszielen näherzukommen. Aber woher weißt du, dass du es richtig machst? In diesem Artikel erklären wir dir, was SMART-Ziele sind, warum sie wichtig sind und vor allem, wie du sie formulierst.

Was ist ein SMART-Ziel?

Das SMART-Framework wird in Unternehmen genutzt, um wirksame und leicht nachverfolgbare Ziele festzulegen. SMART-Ziele heißen aber nicht einfach so, weil es eine gute Idee ist. SMART ist ein Akronym — es steht für Specific (spezifisch), Measurable (messbar), Achievable (erreichbar), Relevant (relevant) und Time-bound (terminiert), die Parameter, nach denen du deine Unternehmensziele festlegst.

Warum sind SMART-Ziele wichtig?

Das Festlegen von SMART-Zielen ist aus vielen Gründen wichtig, letztlich geht es aber darum, deine unternehmerischen Träume zu verwirklichen. Eine Organisation, die SMART-Ziele einführt, kann in vier zentralen Bereichen profitieren:

1. Mehr Sichtbarkeit

Damit ein Team erfolgreich ist, ist eine gemeinsame Vision unerlässlich. Indem sie Sichtbarkeit schaffen, richten SMART-Ziele die Teammitglieder aufeinander aus und geben alltäglichen Aufgaben einen Sinn.

2. Bessere Entscheidungsfindung

SMART-Ziele bringen Ordnung in deine To-do-Liste, indem sie dich dazu bringen, Aufgaben nach Wichtigkeit und Frist zu priorisieren — das vereinfacht den Entscheidungsprozess.

3. Schnellerer Fortschritt

Ganz einfach — die SMART-Zielsetzung treibt dich voran, indem sie eine Vision schafft. Erreichbare, terminierte Ziele motivieren Teams, verbessern die Zusammenarbeit und reduzieren Zeitverschwendung.

4. Besseres Zeitmanagement

Wenn SMART-Ziele in Aufgaben heruntergebrochen werden, haben Manager:innen mehr Einblick in den Workflow der Teams, sodass Lücken geschlossen und die Zeit effektiver verwaltet werden kann. 

So legst du ein SMART-Ziel fest 

Es kommt nicht darauf an, was du über die SMART-Methode weißt — es kommt darauf an, wie du sie anwendest. So formulierst du kurz- und langfristige Ziele mithilfe des SMART-Frameworks.

Specific (spezifisch)

Dein Ziel muss klar sein, damit alle relevanten Teammitglieder aufeinander abgestimmt sind. Hier sind ein paar Fragen, die du beantworten solltest, um Spezifität in deiner Zielsetzung zu erreichen:

  • Was müssen wir erreichen?
  • Wer ist dafür verantwortlich?

Measurable (messbar)

SMART-Ziele sollten messbar sein und es dir ermöglichen, deinen Fortschritt leicht zu verfolgen. Quantifizierbare Vorgaben sollten Fragen beantworten wie:

  • Wie sieht Erfolg aus?
  • Was sind Start- und Endpunkt?

Achievable (erreichbar)

Gute SMART-Ziele bleiben in Reichweite. Sie sollten ambitioniert sein, aber im Rahmen des Möglichen bleiben. Beantworte diese Fragen, um sicherzustellen, dass deine Ziele erreichbar sind:

  • Wie erreichen wir das?
  • Hat das Team die nötige Kapazität?

Relevant (relevant)

Relevante SMART-Ziele fügen sich in das größere Bild des Unternehmens ein. Ein relevantes Ziel beantwortet die folgenden Fragen mit Ja:

  • Sollte das eine Priorität sein?
  • Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?

Time-bound (terminiert)

Es dreht sich alles um Fristen — ein Zieldatum schafft Fokus für deine Ziele. Ein terminiertes Ziel sollte die folgenden Fragen beantworten:

  • Bis wann sollte das Ziel erreicht sein?
  • Ist es möglich, es bis zu diesem Datum zu erreichen?

Beispiele für die SMART-Methode der Zielsetzung

In den folgenden Szenarien brechen wir allgemeine Ziele herunter, um jedes Kriterium des SMART-Frameworks zu erfüllen.

Ziel 1 — Kundenzufriedenheit verbessern

  • Specific — CSAT- und NPS-Werte um 10 % verbessern.
  • Measurable — CSAT-Wert von 25 % auf 35 % und NPS-Wert von +50 auf +60 steigern.
  • Achievable — Wir haben diese Werte bereits um 7 % gesteigert, daher erscheint eine Verbesserung um 10 % möglich.
  • Relevant — Unser übergeordnetes Ziel ist es, den Umsatz zu steigern, und Kundenbindung wird uns dabei helfen.
  • Time-bound — Werte bis Q2 verbessern.

SMART-Ziel: CSAT- und NPS-Werte bis Q2 um jeweils 10 % verbessern.

Ziel 2 — Eine mobile App starten

  • Specific — Mobile App für die Anmeldung zu Fitnesskursen starten.
  • Measurable — Innerhalb von drei Monaten nach dem Start 2.000 Installationen erreichen.
  • Achievable — Die Teams für Entwicklung, Design, Content und Marketing haben dieses Projekt abgesegnet.
  • Relevant — Unser übergeordnetes Ziel ist es, Anmeldungen zu steigern, und eine mobile App wird uns dabei helfen.
  • Time-bound — Die App bis Dezember starten.

SMART-Ziel: Eine App zur Anmeldung zu Fitnesskursen entwickeln und innerhalb von drei Monaten nach dem Start im Dezember 2.000 Installationen erreichen.

Ziel 3 — Website-Traffic steigern

  • Specific — Organischen Traffic um 10 % steigern.
  • Measurable — Eindeutige Website-Besuche um 10 % steigern, indem acht Blogbeiträge pro Monat verfasst werden.
  • Achievable — Das Finance-Team hat ein Freelance-Budget zur Auslagerung der Blogbeiträge abgesegnet.
  • Relevant — Unser übergeordnetes Ziel ist es, Besucher:innen in Käufer:innen zu verwandeln, und mehr Traffic wird uns dabei helfen.
  • Time-bound — Traffic bis zum Geschäftsjahresende steigern.

SMART-Ziel: Acht neue Blogbeiträge pro Monat verfassen und den organischen Traffic vor Ende des Geschäftsjahres um 10 % steigern.

Weitere Beispiele für SMART- Ziele ansehen.

SMART-Unternehmensziele im Vergleich zu anderen Zielen

Ziele sind Ziele — ob SMART oder einfach, ambitioniert oder alltäglich, sie dienen dir wahrscheinlich in irgendeiner Form. Aber nicht alle Ziele sind gleich. Manche Frameworks zur Zielsetzung, wie SMART, übertreffen andere aufgrund von Faktoren wie Akzeptanz- oder Erfolgsraten. Andere Methoden zur Zielsetzung können zu allgemein sein, was sie schwer umsetzbar macht.

SMART-Ziele nehmen der Zielsetzung die Mehrdeutigkeit und helfen dir, dir vorzustellen, wie Erfolg aussieht. Mit Spezifität und Messbarkeit lässt sich der Status des Ziels leichter einschätzen und verpasste Vorgaben lassen sich erkennen. Anders als bei vager Zielsetzung verlangen SMART-Ziele von dir, größere Ziele in mundgerechte Aufgaben zu unterteilen, die dich deinen Vorgaben näherbringen.

Wie OKRs das SMART-Modell für die Zielsetzung nutzen

Können SMART-Ziele und OKRs nebeneinander bestehen? Alles deutet auf Ja hin. Aber zunächst — was sind OKRs?

Wie SMART-Ziele ist auch OKRs eine Methodik zur Zielsetzung, die auf ein paar Buchstaben abgekürzt wird. Das „O” steht für Objectives (Ziele), und „KRs” steht für Key Results (Schlüsselergebnisse). Beide Frameworks definieren das Ziel, sind terminiert und verlangen von dir, größere Ziele in kleinere Teilziele herunterzubrechen, aber OKRs fragen zusätzlich: „Wie kommen wir dorthin?”. Während SMART-Ziele eigenständig als quantitative Ergebnisse bestehen, sind OKRs ein mehrstufiger Ansatz, der das SMART-Framework einbindet. Zuerst legst du ein breites Ziel fest, dann SMART-Schlüsselergebnisse und schließlich Initiativen. Schauen wir uns das genauer an.

  1. Objectives (Ziele) — Schreibe ein breites Ergebnis auf, das du in diesem Quartal erreichen möchtest.
  2. Key Results (Schlüsselergebnisse) — Definiere Erfolg mit 2-3 SMART-Zielen. 
  3. Initiatives (Initiativen) — Erstelle Aufgaben, die den Fortschritt der Schlüsselergebnisse messen.

Weitere Informationen dazu, wie du OKRs festlegst, findest du in unseren Guides unten:

Wenn du aber eher praktisch lernst, kannst du dich für eine kostenlose Testversion von Tability anmelden, unserer einfach einzuführenden OKRs-Software.

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Monika Gudova

Content Writer and Editor

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